London Dry Gin

Schon Queen-Mum von England (Queen Elizabeths II. Mutter) bekannte sich öffentlich als Gin-Kennerin. Mit feinem Geschmack erteilte sie ihren Lieblingssorten den Ritterschlag und machte sie zu Hoflieferanten. Was jedoch in die Kategorie London Dry Gin fällt, ist rechtlich streng geregelt. Der im London Dry Gin verwendete Alkohol muss auf pflanzlich-landwirtschaftlichen Rohstoffen basieren. Dabei ist jedoch egal, ob Kartoffeln, Roggen, Wacholderbeeren oder andere Pflanzen den Agraralkohol liefern. Anschließend müssen diesem Ethylalkohol die geschmacksbestimmenden Botanicals beigefügt werden – immer ist dabei Wacholder zur Stelle. Nach mehrfacher Destillation entsteht ein reiner, hochwertiger und bekömmlicher Gin, der sich nur London Dry Gin nennen darf, wenn ihm weder Zucker noch Farbstoffe zugesetzt werden. London Dry Gin ist jedoch keine geschützte Herkunftsbezeichnung sondern eine Art Reinheitsgebot – dadurch dürfen sich auch Gins aus Deutschland, Frankreich oder Schottland London Dry Gin nennen.