Genever

Der Genever gilt als Ursprung des Gins. Doch wie kam die niederländische Wacholderbrand zu den Briten? Als im 16. Jahrhundert Krieg zwischen den Niederlanden und Frankreich ausbrach, stellten sich die Briten auf die Seite der Niederländer – und kamen so in den Kontakt mit dem Genever, der einst in der Medizin Verwendung fand. Als der Krieg gegen die Franzosen gewonnen war, segelten die Briten mit dem Genever im Gepäck zurück nach Hause. Hohe Einfuhrzölle für französische Spirituosen verhalfen dem Getreidebrand, der mit Kräutern aromatisiert wurde, zu großer Bekanntheit und ließen die „Gin Craze“ ausbrechen. Die Basis eines Genevers ist in jedem Fall „malt wine“ (ein Getreidebrand), der mit verschiedenen Kräutern und Früchten aromatisiert wurde. Immer ist dabei der Wacholder deutlich herauszuschmecken – daher auch der Name der Spirituose, denn Jenever ist der flämische Ausdruck für die Wacholderbeeren. Genever ist eine hervorragende Basis für fruchtige Cocktails und Longdrinks oder wird klassisch gekühlt und pur genossen.