Der 8 Jahre alte Premium Rum 1919 ist ein harmonischer Blend aus melassebasierten Rumsorten, die mindestens acht Jahre in Bourbonfässern aus amerikanischer Eiche gereift sind. Sein komplexes Bouquet ist übervoll mit Aromen von Kakao, Melasse, Karamell, Vanille und ein Hauch von Aprikose. Mit einem langen, warmen Abgang und leicht rauchigen Akzenten, zeigt sich der Angostura Rum bemerkenswert geschmeidig und rund am Gaumen.
2006 wurde der bernsteinfarbene Rum aus Trinidad und Tobago beim Internationalen Spirituosen Wettbewerb mit der Goldmedaille ausgezeichnet. Daneben gewann er 2005 den Titel „Rum des Jahres 2005“ sowie noch zahlreiche andere Auszeichnungen.
Mit dem Blend lassen sich auch herrliche Rum Cocktails mixen. Probieren Sie als Rum Cocktail Angostura 1919 Rum gemischt mit Orange Curacao, Zucker und etwas Bitter. Jedoch ist der feine 8 jährige Rum zum vermischen schon fast zu schade. Am besten pur oder on the rocks mit einigen Eiswürfeln genießen.
Allgemeines über Rum
Rum ist ein alkoholhaltiges Getränk das aus Melasse gewonnen wird. Produktionsorte sind unter anderem die Karibik und Kanaren, Mittel- und Südamerika, Philippinen, Australien, Madagaskar, Martinique, Mauritius, Indien, Réunion sowie Kap Verde. In Deutschland und Skandinavien erlangte Rum durch die starken Handelsaktivitäten der sogenannten Westindienflotte an Popularität. Sie hatte ihren Sitz im 18. Jahrhundert in der damals dänischen Rumhandelsstadt Flensburg und brachte durch Handelsschiffe Rum aus der Karibik und extra von den Jungferninseln nach Europa.
Der erste Schritt der Rum Herstellung ist die Produktion der Maische. Sie ist ein Gemisch aus Melasse oder gehäckseltem Zuckerrohr, Zuckerrohrsaft und Wasser. Die Maische wird fermentiert und damit zur Gärung gebracht. Der entstandene Zuckerwein ergibt nach der Destillation und Verdünnung mit Wasser weißen Rum. Der eigentliche Rum ist somit hergestellt. Für eigene Noten sorgt die Lagerung in gebrauchten Holzfässern und für bessere Qualität bei weißen Rums die mehrmonatige Lagerung in Edelstahlfässern. Die Eichenholzfässer färben den Rum dunkler. Bei braunem Rum wird auch meist Karamell-Sirup zum Färben benutzt.
Rhum agricole ist Rum, der auf den französischen Antillen hergestellt wird. Er unterscheidet sich zu normalen Rum durch seine Herstellung aus frischem Zuckerrohrsaft. Der Martinique Rum kann mit Appellation d’Origine Contrôlée (AOC) hergestellt werden. Von ihm gibt es verschiedene Qualitätsstufen: Weißer Rum (Rhum Agricole AOC blanc) muss mindestens 3 Monate in Edelstahlfässern gelagert werden. AOC (rhum paille oder rhum ambrè) lagert mindestens 1 Jahr in Eichenfässern und schließlich der „alte Rum“ (rhum vieux agricole), der mindestens 3 Jahre gelagert wird. Bei ihm werden die Qualitätsstufen VO (Lagerung mindestens 3 Jahre in Eichenfässern), VSOP (Lagerung mindestens 4 Jahre in Eichenfässern) und XO (Lagerung mindestens 6 Jahre in Eichenfässern) unterschieden.
1820 hatte der deutsche Mediziner Dr. Siegert seine Heimat verlassen, um in Venezuela gegen die spanischen Besatzer zu kämpfen. Man sandte ihn als Militärarzt nach Angostura (heute Ciudad Bolivar), wo es genug Leid zu lindern gab. Vier Jahre lang durchforschte Dr. Siegert die Natur, um all die Kräuter zu entdecken, aus denen er schließlich sein heilsames "Amargo Aromatico" (= bitter aromatisch) herstellte.
Ein zarter Anfang, der sich bald zu einer florierenden Industrie entwickeln sollte: Angostura® Aromatic Bitter begann einen wahren Siegeszug um die Welt und wurde bereits 1830 nach England und Trinidad exportiert. 1850 zog sich Dr. Siegert aus der Armee zurück, um sich nun ausschließlich der "Bitter-Produktion" zu widmen. Bei seinem Tod im Jahr 1870 waren sein Ruhm und das Ansehen der Angostura® Aromatic Bitters weltweit gefestigt. Wenngleich das ursprünglich zur Anregung von Appetit und Verdauung kredenzte Bitter nun vornehmlich als köstliches Aromat für eine Vielzahl von Speisen und Getränken genutzt wurde.
Orangenbitterliköre werden in Amerika bereits seit der Prohibitionszeit (1920-1933) in die Cocktails gemixt und waren vermutlich auch das unverzichtbare Finish eines "echten" Dry Martinis. In Harry Cradocks 1930 erschienenen "Savoy Cocktailbuch" jedenfalls verlangt das Rezept zu gleichen Teilen Gin und französischen Wermut sowie einen Spritzer Orangenbitterlikör.
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