Ungewöhnlich dichter Sauvignon Blanc, mit balancierter mineralischer Frucht, Cassis, Stachelbeeren...
In der Kooperative von Thézea arbeiten 2 Betriebe nach biologischen Richtlinien: Poncher und Maisons Brûlées, letzterer hat sich der biologisch-dynamischen Methode verschrieben. Die in der Touraine wichtigsten Rebsorten begegnen uns denn auch in den Weinen aus Thézea. Der Sauvignon Blanc trat seinen weltweiten Eroberungszug von der Loire aus an. Hier entwickelt er seine ganze prickelnde Würze mit Noten von Cassis, Kiwi, und, warum nicht aussprechen, was eh' alle riechen, einem leichten Anflug von Katzenpipi. Die mineralischen, anregenden Noten kommen im "'Maisons Brûlées" reintöniger zur Geltung, ein kurz nach der Füllung im Frühjahr immer etwas verschlossener, von der Säure dominierter Wein, der sich dann regelmäßig ab dem Spätsommer öffnet und für etwa 2 Jahre vollen Genuß bietet.
Pontcher hingegen hat viel jugendlichen Charme und sollte genossen werden, bevor dieser verblaßt, das heißt im Jahr nach der Füllung. Der Gamay ist die Traube des Beaujolais. An der Loire sind die Bodenverhältnisse ähnlich. Die Kollegen aus dem Burgund werden es nicht gerne hören, aber die Qualität der Rotweine ist durchaus vergleichbar. Auch rot präsentiert sich Pontcher sehr zugänglich und nah am traditionellen deutschen Rotweingeschmack, 'Maisons Brûlées' hat mehr Struktur und Tiefe, braucht also schon eine leichte Speisenbegleitung.